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Die tausendjährige Benediktinerabtei von Pannonhalma und ihre Landschaftsumgebung (1996)

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Anfahrt: von der Autobahn M1 bei Győr auf die Hauptstraße 82 abbiegen. Von hier ist der Abzweig nach Pannonhalma etwa 15 km entfernt.
 
Die Geschichte der auf dem heiligen Berg der römischen Provinz Pannonia (Mons Sacer Pannonia) errichteten Erzabtei ist ebenso alt wie die Geschichte Ungarns. Die heidnischen ungarischen Stämme kamen aus dem Osten (etwa 896) in das Karpatenbecken. Fürst Géza und sein Sohn, König Stephan I. und Gründer des Staates, erkannten, dass das ungarische Volk nur dann weiterbestehen kann, wenn ein stabiler feudaler Staat gegründet wird und das Christentum Aufnahme findet. Géza rief zur Verbreitung der christlichen Ideen und der europäischen Kultur Benediktinermönche aus Italien und Böhmen in das Land. Ihr erstes Kloster errichteten sie zu Ehren des in Pannonien geborenen Bischofs aus dem französischen Tours, der später als der Heilige Martin bekannt wurde.pannon
Die ersten Gebäude wurden zerstört, auf diesen Fundamenten wurden jedoch die Kirche und das Kloster mehrmals erneuert. Die westliche Apsis stammt wahrscheinlich aus der ersten Kirche, die Mauern sind die Mauern der 1137 geweihten Kirche, die Säulen und das frühgotische Gewölbe wurden im ersten Viertel des XIII. Jahrhunderts errichtet. Die während der türkischen Herrschaft zerstörten Gebäude wurden um 1700 im Barockstil wieder aufgebaut, der wichtigste Teil des Klosters einschließlich des Refektoriums wurde zu dieser Zeit gebaut. Der klassizistische Turm und das Bibliotheksgebäude wurden in den ersten Jahrzehnten des XIX. Jahrhunderts erbaut, während das im italienischen Stil errichtete Gebäude des Gymnasiums und Schülerheims aus dem XX. Jahrhundert stammen.
Nach dem Eintritt am modernen Haupttor wird man rechts vom barocken Gebäude der Erzabtei und links vom Säuleneingang des Gymnasiums und Schülerheims empfangen. In der Erzabtei leben mehr als 40 Mönche, in der Schule lernen etwa 320 Jungen. Geht man im Hof weiter, erreicht man den Innenhof, die neoklassizistische Fassade schmückt bereits den mittelalterlichen Gebäudeteil.
 
In der als Basilika fungierenden Abteikirche findet man romanische, frühgotische, spätgotische Elemente sowie Teile aus der Renaissance. Die Restaurierung im XIX. Jahrhundert versuchte, diese in Einklang zu bringen. Der spätgotische Kreuzgang an der südlichen Seite der Kirche (1486) wird durch das wertvollste architektonisch-plastische Werk des Klosters, die Porta Speciosa, das Schmucktor, mit der Kirche verbunden. In der Nähe des Rundgangs befindet sich der barocke Speisesaal und hier findet man auch das Archiv der Erzabtei, das so wertvolle Dokumente aufbewahrt, wie zum Beispiel das älteste ungarische und finnisch-ugrische Sprachdenkmal, die Gründungsurkunde der Abtei in Tihany, oder das um 1090 veröffentlichte Inventurschreiben von Pannonhalma mit dem ersten Bücherverzeichnis Ungarns.
Die klassizistische Bibliothek der Abtei aus dem XIX. Jahrhundert ist mit ihren etwa 350 000 Bänden eine der reichsten Klosterbibliotheken Europas. Die wertvollsten Stücke der Sammlung sind Druck-Erstausgaben und Kodizes. Ihr Manuskriptarchiv rühmt sich vieler einzigartiger Werte der ungarischen kirchlichen und weltlichen Kultur.
 
Die Sammlungen der Erzabtei gliedern sich in Münz-, Stein-, Stich- und Bildersammlung. Die Erzabtei richtete im Ausstellungsraum unter der Bibliothek eine ständige Ausstellung dieser Sammlungen ein.
Gegenüber dem Haupteingang befindet sich ein Garten, wo fast 400 Pflanzenarten gehegt werden. Hier hat man einen unmittelbaren Ausblick auf die wunderschöne Hügellandschaft der Umweltschutzregion Pannonhalma.
Ein Teil der tausendjährigen Erzabtei kann im Rahmen einer Ausstellungsführung mit einem örtlichen Fremdenführer besichtigt werden. Während der Gottesdienste wird die Führung in der Basilika unterbrochen.
In den Sommermonaten finden Orgelkonzerte in der Basilika statt.
 
Empfohlene Ausflüge:
Győr liegt am Zusammentreffen von drei Flüssen und ist somit die Stadt der Flüsse. Die Denkmäler des tausendjährigen Bistumssitzes, die wunderschönen barocken Gebäude der stimmungsvollen Innenstadt, die Museen und die romantischen Alleen am Flussufer verführen den Besucher zu einem längeren Aufenthalt.
Wir setzen unsere Fahrt auf der Straße 82 in Richtung Veszprém durch das Bakony-Gebirge fort und erreichen Csesznek unterhalb der Burg. Das gotische Schloss aus dem XIII. Jahrhundert war Palast und Gefängnis, bis es von einem Feuer, verursacht durch einen Blitzschlag, zerstört wurde.2934c1_250x250

Die Zisterzienserabtei von Zirc wurde 1182 von König Béla III. mit französischen Mönchen gegründet. Das Gebäude wurde während der Kämpfe in der türkischen Ära vernichtet, sein Wiederaufbau begann erst im XVIII. Jahrhundert. Die Holzverkleidung und der Bodenbelag der schmuckvollen Bibliothek wurden aus den verschiedenen Holzarten des Bakony-Gebirges hergestellt. Hinter der barocken Denkmalkirche und dem anschließenden Gebäude der Abtei findet man einen großen Garten mit wertvollen Pflanzen.
Veszprém zählt zu den ältesten ungarischen Städten, ist reich an Denkmälern und wird auch die Stadt der Königinnen genannt, weil die ungarischen Königinnen vom Bischof der Stadt gekrönt wurden.
 
Weitere Informationen:
Pax Tourist
9090 Pannonhalma, Vár u.1.
Tel.:        96/570-191  , Fax: 96/570-192
E-mail: pax@osb.hu
Web: www.bences.hu

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9090 Pannonhalma Petőfi u. 25.
Tel.:       +36 96 471 733  
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