Tourinform.hu

Turista információ - Tourist information

Veranstaltungen
Erweiterte Suche

ungarn

 

Unterkunft suchen



Erweiterte Suche »
=

Follow us! Follow us on Twitter! Watch our videos!

Die Höhlen der Karstlandschaft bei Aggtelek und in der slowakischen Karstlandschaft (1995)

 Bookmark and Share  Print article  Send link
Erreichbarkeit: Von Budapest aus hat man auf der Straße Nr. 3 zwei Möglichkeiten: Bei Miskolc muss man auf die Straße Nr. 26, danach bei Sajószentpéter auf die Straße Nr. 27 abbiegen, von dort zweigt die Straße in Richtung Aggtelek-Jósvafő ab. Oder: man fährt auf der Strecke Hatvan (Straße Nr. 21) - Nagybátony (Straßen Nr. 23, 25) - Ózd - Serényfalva - Aggtelek.aggtelek
 
Der im Nordosten Ungarns gelegene Nationalpark Aggtelek wurde 1985 in erster Linie zum Schutz der Werte der leblosen Natur, der Oberflächenformen und Höhlen geschaffen. Laubwälder bedecken 75 % seiner Fläche. Die mosaikartigen Lichtungen, Felsrasen und Berghänge mit herausragenden Steinen sichern wertvollen Pflanzen, der reichen Insektenwelt und den in diesem Gebiet mehr als 220 vorkommenden Vogelarten den Lebensraum.
Auf der verhältnismäßig kleinen Fläche des Nationalparks (ca. 20 000 ha) sind mehr als 200 kleinere und größere Höhlen zu finden.

Hier, im Aggteleker und in dem mit ihm im geologischen und geographischen Sinne eine organische Einheit bildenden Slowakischen Karst entstand das größte Höhlensystem Mitteleuropas. Die längste Höhle Ungarns bzw. des Karstgebietes ist die Baradla-Höhle, deren Gesamtlänge zusammen mit den Seitengängen 25 km beträgt. Ein 5,6 km langer Höhlenabschnitt liegt auf dem Gebiet der Slowakei und ist unter dem Namen Domica bekannt. Die Höhle entstand in dem ca. 230 Millionen Jahre alten Kalkstein des mittleren Trias. Den Beginn ihrer Entstehung kann man auf der Grundlage der geologischen Angaben vor mehr als ca. 2 Millionen Jahren suchen. Das Wasser der Bäche gelangte in das Risssystem des Kalksteins und hat mit seiner lösenden und abtragenden Wirkung die Spalten erweitert und damit langsam die jetzigen Gänge geschaffen. Mit der Ausscheidung des Kalkgehalts des tropfenden Wassers entstanden Tropfsteine verschiedener Größe, Farbe und Form, die die Gänge zieren. Die Tropfsteine bewegten die Fantasie der Entdecker und Besucher. So entstanden solche ausdrucksvollen Fantasienamen wie Drachenkopf, Tiger, Schwiegermutterzunge, Säulenhalle oder Raum der Riesen.
Zahlreiche Funde bei archäologischen Erkundungen beweisen, dass schon der Mensch der Urzeit die Baradla kannte und sogar als Wohnstelle benutzte.

Gleichzeitig können die hydrologisch bedeutende Vass-Imre-Höhle sowie die zur Heilung von Erkrankungen der Atemwege geeignete Béke-Höhle besucht werden.
Die Höhlen können bei geführten Wanderungen von 1, 2, 5 oder 7 Stunden erkundet werden. Diese beginnen in Aggtelek und in Jósvafő. Im überraschend schönen Konzertsaal der Baradla-Höhle mit ausgezeichneter Akustik werden Höhlenkonzerte mit klassischer bzw. Unterhaltungsmusik veranstaltet: ein besonderes Erlebnis für die Besucher.aggtelek2
 
Auf der Oberfläche verlaufen markierte Wanderwege. Im Rahmen von Ökotouren, botanischen bzw. zoologischen Touren kann sich der Besucher mit den Werten der Karstoberfläche, mit den wichtigsten Pflanzengemeinschaften und deren Aufwuchs, mit der traditionellen Bodennutzung, der dörflichen Lebensweise und Wirtschaft, mit den Denkmälern der Industrie- und Kulturgeschichte bzw. mit den noch erhaltenen Volksbräuchen, Traditionen und der Volkskunst vertraut machen. Der 7 km lange Baradla-Lehrpfad zwischen Aggtelek und Jósvafő ist mit einem gelben Streifen markiert, Zeitaufwand ca. 3 Stunden. Für das Zurücklegen des Lehrpfades Tohonya-Kuriszlán von 9 km Länge um Jósvafő sind ca. 6 Stunden erforderlich. Den Zsomboly-Lehrpfad am Unterberg kennzeichnet ein rotes T im weißen Kreis.
 
Empfohlene Ausflüge:
Die Umgebung enthält neben natürlichen Werten auch archäologisch und kulturgeschichtlich Interessantes. Bei Rudabánya kam aus einer 10-12 Millionen Jahre alten Lignitschicht ein Fund eines Vorzeitmenschen (Rudapithecus) zum Vorschein. Hier ist eine der bedeutendsten bergbaugeschichtlichen Sammlungen Ungarns, das Erz- und Mineralbergbaumuseum, zu finden. Die spätgotische reformierte Kirche mit drei Schiffen wurde im XIV. und XV. Jahrhundert in dieser Siedlung gebaut.
In den Tälern versteckt findet man Dörfer an einer Straße, die die für das Mittelalter typische Siedlungsform bewahren. Mehrere davon sind wegen ihrer Kirche berühmt. Aus dem XII. Jahrhundert stammen die Kirchen von Szalonna und von Tornaszentandrás. Die einzigartige Besonderheit der Kirche von Tornaszentandrás besteht darin, dass sie nicht eine, sondern zwei halbkreisförmige Apsiden, eine so genannte Zwillingsapsis hat.
Die Interessenten der Volkskunst können die Volkskunstwebwerkstatt "Foncsika" in Hídvégardó, die mit fast einhundert Jahre alten Maschinen Wolle verarbeitet und die Werkstatt in Gömörszőlős, die Lebkuchen und Schmuckgegenstände herstellt, besuchen.
 
Weitere Informationen:
Tourinform Aggtelek
3759 Aggtelek, Baradla oldal 3.
Tel.:       + 36 48 503-001  , Fax: + 36 48 503-002
E-Mail: aggtelek@tourinform.hu
 
Aggteleki Nemzeti Park Igazgatóság (Direktion des Nationalparks Aggtelek)
3758 Jósvafő, Tengerszem oldal 1.
Tel.:       + 36 48 506-000   Fax: + 36 48 506-001
Web: www.anp.hu