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Ein Bestandteil der traditionellen ungarischen Gastronomie ist der Pálinka, weshalb auch keiner der nach Ungarn kommenden Besucher nur zu hoffen braucht, dass er diesen Obstschnaps nicht kosten muss. Wer natürlich bereits früher vom "Feuerwasser" der Ungarn gehört hat, oder wer vielleicht aus Berichten von Bekannten oder Freunden, die in Ungarn waren, davon gehört hat, der möchte dieses Erlebnis im Allgemeinen auch gar nicht vermeiden, sondern er sucht eher jene Orte auf, an denen er diesem Erlebnis begegnen kann: nämlich ein echtes Hungarikum auszuprobieren - den Pálinka. Die Bezeichnung Pálinka darf nur für jene Produkte verwendet werden, die zu 100% aus Obstbrand bestehen, das heißt, sie wurden ohne Zugabe von Feinsprit und Aroma hergestellt und haben einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5%.
Die verschiedenen Arten von Spirituosen werden überall in der Welt getrunken und ihre Bestandteile sind je nach Landschaften, Ländern, Witterungsbedingungen und natürlichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. Bis zum 16. Jahrhundert galten Spirituosen in Europa als Arzneimittel, was auch in der europäischen Terminologie durch den Ausdruck "Aqua vitae" (Wasser des Lebens) - und dessen Varianten in den verschiednen Sprachgebieten - bestätigt wird.
Das Aroma der Obstbrände aus dem Karpatenbecken ist weltweit einzigartig. Das Klima der Großen Ungarischen Tiefebene ist besonders günstig für den Obstanbau, ganz besonders für den Anbau von Aprikosen, Pflaumen, Kirschen, Erdbeeren und Birnen.
Der Pálinka sollte nicht gekühlt werden, denn sein echtes Aroma kann erst handwarm zur Geltung kommen. Es lohnt sich, die so genannte "Trockenprobe" durchzuführen: nachdem man das erste Gläschen getrunken hat, stellt man das Glas für fünf bis zehn Minuten beiseite und riecht dann am zweiten Gläschen: wenn man es mit echtem Pálinka zu tun hat, darf man nur reinen Obstduft spüren. Auch das vom Weinverkosten bekannte "Beißen" ist sehr wichtig, denn Geschmack und Aroma des Pálinkas machen sich in den Mundwinkeln, unter der Zunge und um die Geschmacksknospen erst so richtig bemerkbar.
Der Pálinka ist unser Nationalschatz. Ehren wir ihn dadurch, dass wir ihn nie in übermäßigem Maße verzehren. Denn die gewissen zwei Mal zwei Zentiliter, die einem erwachsenen Menschen täglich empfohlen werden, können als Appetitanreger verzehrt werden oder dienen auch als Mittel gegen die winterliche Kälte oder auch gegen die sommerliche Hitze ...